Kletter und Boulder Blog

Die richtige Kletterausrüstung beim Indoor-Klettern

Das Klettern in einer Halle ist in vielen Dingen sehr vorteilhaft. Sie brauchen nicht auf das Wetter achten, können zu jeder Jahreszeit Ihr Hobby ausüben und haben ein gewisses Maß an Sicherheit.

Frau an der Kletterwand

Gerade für Anfänger oder Sportler, die gewisse Techniken erlernen oder ausbauen möchten, bietet sich die Halle besonders gut an. Aber auch hier kommt es natürlich auf die richtige Kletterausrüstung an.

Packliste für die Kletterausrüstung in der Halle

Bei diesem Sport ist die Ausrüstung sehr wichtig für den Erfolg. Dabei ist es egal, ob Sie sich für die Halle oder die Berge, zum Beispiel beim Bouldern, entscheiden. Die Kletterausrüstung sorgt nicht nur für die Sicherheit, sondern auch die nötige Stabilität.

Sicherlich gibt es auch immer wieder Kletterer, die ganz ohne Ausrüstung einen Berg erklimmen. Das ist jedoch bei ungeübten Sportlern nicht zu empfehlen. Mit den richtigen Utensilien fällt Ihnen das Klettern einfacher.

Daher sollten unbedingt folgende Dinge mit auf die Packliste der Kletterausrüstung:

·         Der richtige Schuh

·         Ein Klettergurt

·         Das passende Seil und Karabiner

·         Passende Chalkbag

Kletterschuh

Die Schuhe zum Klettern sind häufig das erste, was sich Sportler in diesem Bereich zulegen. Sie sollten darauf achten, dass Sie hier neue Produkte kaufen und nicht auf einen Second-Hand-Kauf zurückgreifen.

Die Schuhe passen sich den Füßen und deren Form an. Nur so können sie einen optimalen Halt gewährleisten. Sie dürfen daher nicht zu eng oder zu locker sitzen. Eine Anprobe bei dem Kauf ist nicht zu vermeiden.

Außerdem sollten die Schuhe nicht drücken. Daher gibt es unterschiedliche Passformen, die Sie bei der Auswahl unbedingt berücksichtigen sollten. Ebenso ist die Gummisohle ein wichtiger Punkt.

Die Sohle sorgt für den nötigen Halt. Sie ist besonders flexibel und passt sich dem Fuß und auch dem Untergrund optimal an. Außerdem können Sie Kletterschuhe neu besohlen lassen, sodass Sie sehr lange etwas von diesem Produkt haben.

Klettergurt

Ein Klettergurt dient der Sicherheit und sorgt dafür, dass mithilfe eines Seils und einem Partner die ausreichende Absicherung vorhanden ist. Daher sollten Sie hier auf keinen Fall günstige Produkte kaufen.

Es ist wichtig, dass der Klettergurt ein TÜV Siegel aufweist. Nur so kann er Ihre Kletterausrüstung sicher machen. Die Gurte selber müssen genau auf Ihren Körper abgestimmt sein.

Daher gibt es unterschiedliche Produkte, die sich im Gewicht, Anpassung und Komfort unterscheiden. Sie können hier also aus einer Vielzahl unterschiedlicher Gurte auswählen und den Richtigen finden.

Mann hängt am Klettergriff

Seil und Karabiner

Das richtige Seil und die passenden Karabiner gehören ebenfalls zu jeder Kletterausrüstung dazu. In der Halle reicht ein Seil mit einer Länge von 40 Meter. Es gibt hier aber auch spezielle Seile für die Halle.

Der Unterschied zwischen einem Normalen- und einem Hallenseil liegt in dem Eigengewicht. Die Sicherheit bieten jedoch beide Seile ohne Probleme. Allerdings sollten Sie ein Hallenseil nicht im Outdoor-Bereich nutzen.

Karabiner kommen beim Klettern sehr häufig vor. In der Halle, wird jedoch in der Regel, nur einer benötigt. Dieser verbindet das Sicherungsgerät mit dem Gurt. Karabiner für die Wände sind hier überflüssig.

Chalkbag

Ein Chalkbag mit passendem Inhalt ist gerade beim Indoor-Klettern sehr wichtig. Gefüllt sind die Beutel mit einem Magnesiumpulver. Dieses sorgt dafür, dass ausreichend Haftung zwischen Ihren Händen und der Wand besteht.

Achten Sie bei dem Kauf darauf, dass die Öffnung nicht zu klein ist. Sie müssen während des Kletterns bequem, einfach und schnell in den Beutel greifen können. Viele Kletterer unterschätzen diesen Beutel und seine Funktion.

Was gehört sonst noch zur Kletterausrüstung?

Es gibt unterschiedliche Produkte, die nicht unbedingt zur Grundausstattung zählen, jedoch recht hilfreich sein können. Sie erleichtern das Klettern und bringen so einen gewissen Komfort in den Sport.

Die Kleidung ist so ein Punkt. Eine passende Hose, die besonders angenehm und weich auf der Haut liegt und sehr flexibel ist, eignet sich zum Klettern sehr gut. Stretch-Hosen sorgen für die nötige Bewegungsfreiheit.

Für mehr Freiheit kann auch ein Seilsack sorgen. Das Seil ist dann praktisch darin verstaut und stört sich beim eigentlichen Klettern nicht. Diese Produkte sind nicht besonders schwer, sodass Sie kein unnützes Gewicht mit sich rumtragen.

Tape und unterschiedliche Trainingsgeräte dienen dazu, gewisse Partien und Muskeln zu schonen. Gerade, wenn Sie den Sport häufig ausüben, werden Sie schnell eine Überbeanspruchung gewisser Muskeln feststellen.

Mit gezielten Übungen können Sie diesem entgegenwirken. Ebenso kann ein Tape für die Linderung sorgen. Wichtig ist in diesem Fall der Ausgleich, sodass die Belastung nicht einseitig ist.

Klettern mit Kindern – worauf geachtet werden sollte

Das Klettern scheint uns schon von Kindesbeinen an in die Wiege gelegt zu sein. Kaum ein Sprössling, der nicht gerne Stühle und Tische in der Wohnung oder das Klettergerüst auf dem Spielplatz erklimmt. Daher ist auch der Klettersport perfekt für Kinder geeignet. Worauf Sie achten sollten, wenn Sie Ihren Nachwuchs vom Klettern begeistern wollen, erfahren Sie bei uns.

Ab wann können Kinder mit zum Klettern genommen werden?

Das perfekte Alter zum Beginn des Kletterns kann nicht genau bestimmt werden. Wichtig ist, dass das Kind aus eigener Motivation Spaß am Klettern hat und sich nicht zu sehr vor der Höhe fürchtet.

Außerdem müssen natürlich die motorischen Fähigkeiten entsprechend ausgebildet sein. Dazu gehört zum einen die Hand- und Fußkoordination. Zum anderen aber auch die Kraft des Kindes, um das eigene Körpergewicht selbst halten zu können.

Um diese Eigenschaften festzustellen, beobachten Sie Ihr Kind am besten beim alltäglichen Spielen und versuchen Sie dabei die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Hat es Spaß daran an Gegenständen herumzuklettern?
  • Besteigt es bei Spaziergängen gerne große herumliegende Steine oder Bäume?
  • Erklimmt es von sich aus das Klettergerüst auf dem Spielplatz?

Wenn Sie diese Voraussetzungen bei Ihrem Kind feststellen können, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass das Kind Spaß am Klettern hat. Dann können Sie auch darüber nachdenken, es mit in eine Kletterhalle zu nehmen. Boulderhallen eignen sich dazu am besten, da hier keine speziellen Sicherungsgurte notwendig sind.

Darauf sollten Sie beim Kinder Klettern achten

Das Klettern bringt automatisch ein gewisses Risiko mit sich. Mit den folgenden Tipps halten Sie dieses so gering wie möglich und schaffen die besten Voraussetzungen dafür, dass Ihr Kind Freude am Klettersport entwickelt.

  1. Kein Zwang

Jeder Mensch macht nur die Dinge gerne, die ihm Spaß machen. Bei Kindern ist dies noch ausgeprägter. Zwingen Sie Ihr Kind daher nicht zum Klettern. Wenn es nicht will, dann will es eben nicht.

Die kindliche Freude am Klettern zu wecken ist aber meist einfacher als gedacht. Beginnen Sie am besten mit ganz kleinen Bouldern, die dem Kind schnell ein Erfolgserlebnis vermitteln. So wird es automatisch Spaß an der Sache entwickeln.

  1. Safety First

Als Erwachsener sind Sie für Ihr Kind verantwortlich. Das bedeutet auch, dass Sie bereits im Vorfeld die gewählten Kletterrouten aussuchen und einschätzen müssen. Haben Sie selbst noch nicht so viel Erfahrung im Klettern, holen Sie sich Hilfe von den Mitarbeitern der gewählten Kletterhalle.

Achten Sie auch immer darauf, dass das Kind bei einem Absturz sicher landet. Am besten stellt sich immer ein Erwachsener unter das kletternde Kind. Im Falle eines Sturzes kann das Kind so sicher aufgefangen oder zumindest „gespottet“ werden. So nennt man es, wenn ein stürzender Kletterer im Fallen in eine sichere Fallposition gebracht wird.

  1. Stellen Sie klare Regeln auf

Stellen Sie vor Beginn des Kletterns klare Regeln auf, an die sich das Kind halten muss. Dazu gehört auch die Verabredung klarer Kommandos, auf die das Kind hören muss. Nur so können Sie gewährleisten, dass das Risiko minimiert wird.

Kinder werden schnell hibbelig und vergessen in der Aufregung des Kletterns schnell die vereinbarten Regeln und Kommandos. Als Erwachsener sollten Sie daher das Kind immer im Blick haben und gegebenenfalls zwischendurch an die vereinbarten Regeln erinnern.

  1. Stellen Sie den Spaß in den Vordergrund

Ein Kind, welches gerade anfängt zu klettern, macht das vor allem, weil es ihm Spaß macht. Das können Sie perfekt für sich nutzen. Versuchen Sie ab und zu kleine Spiele einzubauen, um das Kind bei Laune zu halten.

Sicherlich ist es auch wichtig, dem Kind die Basics des Kletterns beizubringen. Allerdings sollten Sie nicht versuchen es mit ausführlichen Erklärungen über verschiedenste Klettertechniken zu langweilen. Hat ein Kind erst einmal Spaß am Klettern gefunden, so wird es seine eigene Klettertechnik mit der Zeit von selbst verbessern.

  1. Machen Sie aus dem Klettertag ein positives Erlebnis

Wenn Kinder das erste Mal klettern gehen, so sollte das in positiver Erinnerung bleiben. Neben dem Spaß am Klettern können Sie den ganzen Tag drumherum ebenso gut ausschmücken. Beispielsweise indem Sie nach der Klettertour mit Ihrem Kind noch etwas tolles Essen gehen oder im Anschluss die Großeltern oder Freunde des Kindes besuchen, wo es von seinen neuen Erlebnissen und Eindrücken erzählen darf.

Fazit zum Klettern mit Kindern.

Die meisten Kinder klettern von Natur aus gerne. Diesen natürlichen Bewegungsdrang können Sie nutzen, um dem Kind den Klettersport nahezubringen. Klettern ist eine gute Auslastung für Kinder, da sie hierbei gleichzeitig ihre Kraft und Koordination verbessern, sowie ihr eigenes Körpergefühl neu erfahren können.

Wenn Sie einige kleine Tipps beim Klettern mit Ihren Kindern beachten, werden diese mit Sicherheit schnell Spaß an der Sache entwickeln. Klettern eignet sich auch hervorragend als gemeinsame Aktivität für Familienausflüge und schweißt Ihre Familie dadurch noch besser zusammen.

Der ideale Kletterschuh – finde das Fundament deiner Kletterausrüstung

Die Grundlage einer erfolgreichen Klettertour sind die richtigen Schuhe. Dabei ist es egal, ob Sie absoluter Neuling oder bereits Profi auf diesem Gebiet sind. Haben Sie das falsche Schuhwerk, stellt sich kein Erfolg ein.

Der richtige Kletterschuh ist also entscheidend für den Ablauf und auch für Ihre Gesundheit. Dabei gibt es einige Punkte zu berücksichtigen, die Ihnen helfen werden, genau den passenden Schuh zu finden.

In der Regel ähneln sich alle Modelle auf den ersten Blick. Lediglich für das Eisklettern brauchen Sie einen vollkommen anderen Schuh. Die normalen Klettertouren lassen sich mit herkömmlichen Kletterschuhen bewältigen.

Den richtigen Kletterschuh finden

Damit Sie auch genau den richtigen Schuh kaufen, gilt es die Herausforderungen zu finden. Je nach Kletterart unterscheiden sich die Modelle voneinander. Es ist wichtig, dass Sie darauf gesteigerten Wert legen.

Einsteiger

Für Einsteiger oder auch beim Bouldern sollte der Schuh möglichst bequem sein. Die Sohle ist hier in der Regel etwas steifer und die Vorspannung ein wenig leichter. Das Stehen auf Kanten fällt damit deutlich einfacher.

Diese Produkte sind nicht für extreme Kletterpartien geeignet und haben auch keine sehr lange Lebensdauer. Um sich jedoch daran zu gewöhnen und das Klettern zu lernen sind diese Kletterschuhe ideal.

Halle und Felsen

Für das reine Bergsteigen sind die Modelle zwar nicht, aber für die Halle oder auch mittelschwere Felsen eigene sich diese Schuhe sehr gut. Die Vorspannung ist nicht besonders ausgeprägt.

Häufig ist auch eine kleine Neigung nach unten zuerkennen. Genau diese Form erhöht den Druck auf die Zehen und ermöglicht ein präzises Klettern. Für diese Technik brauchen Sie jedoch schon ein wenig Erfahrung in diesem Sport.

Ausdauer

Die Klettertouren, die einen ganzen Tag dauern oder auch bei dem sogenannten Bigwall-Klettern sind Kletterschuhe, die sehr bequem sind die beste Wahl. Die Schuhe sind über Stunden an Ihren Füßen.

Atmungsaktives Material und eine genaue Passform sind hierbei die oberste Priorität. Die Sohle ist besonders hart und fest, was das Klettern einfacher macht. Außerdem entlastet das den Fuß zusätzlich.

Allround

Es gibt sogenannte Allround-Kletterschuhe. Diese eignen sich für die Halle, Felsen oder auch lange Touren. Die Schuhe selber sitzen dabei sehr eng und straff am eigenen Fuß und bieten keinen Spielraum.

Die Sohle ist dabei eher mittel bis fest und der Schuh selber weist eine minimale Vorspannung auf. Anfänger oder Personen die zwischen den unterschiedlichen Kletterarten wechseln, kommen mit diesem Schuh gut aus.

Beliebte Modelle sind zum Beispiel die La Sportiva-Kletterschuhe für Herren oder auch die La Sportiva-Kletterschuhe für Damen. Bei beiden Kategorien finden Sie viele unterschiedliche Arten.

Worauf sollten Sie bei dem Kauf des idealen Kletterschuhs achten

Unabhängig von der Kletterart gibt es verschiedene Faktoren, auf die Sie bei dem Kauf unbedingt achten sollten. Diese Faktoren sind bei allen Arten gleich und sollten auf keinen Fall vernachlässigt werden.

An erster Stelle steht der Verschluss. Die meisten Modelle sind mit einem Klettverschluss versehen. Es gibt jedoch auch Varianten, die gebunden werden müssen. Eine Schnürung gibt Ihnen dabei immer ein wenig mehr Halt.

Das Fixieren ist einfacher und effektiver. Dafür dauert das Anziehen auch länger. Die Variante mit dem Klettverschluss geht hier ein wenig Schneller. Mit dem Verschluss können Sie Ihre Füße auch fixieren.

Gerade Anfänger finden die Klettverschlussvariante besser, da die Füße nicht so eingebunden werden. Auch in der Halle greifen die Kletterer gerne zu diesem Schuh. Im Outdoor-Bereich sind die Schnürschuh beliebter.

Neben dem Verschluss ist auch das Material ein wichtiger Punkt. Leder und auch Kunststoff sind sehr beliebt bei der Herstellung der Kletterschuhe. Das Leder ist dabei häufig robuster und auch langlebiger.

Kunststoff hingegen fühlt sich ein wenig leichter an und ist formstabil. Dafür jedoch anfälliger für Risse. Auch die Langlebigkeit ist hier nicht so hoch wie bei Kletterschuhen aus Leder.

Achten Sie außerdem auf die richtige Größe. Der Schuh sollte weder zu groß noch zu klein sein. Wählen Sie eine kleine Variante bekommen Sie schnell Druckstellen oder auch Blasen. Das wiederum führt zu Schmerzen.

Schuhe, die zu groß sind, können nicht den nötigen Halt geben. Außerdem können dauerhafte Schäden am Fuß auftreten. Durch den fehlenden Halt passieren leichter Unfälle während des Kletterns.

Was bedeutet Vorspannung und Downturn?

Zwei Begriffe, die beim Kauf der Kletterschuhe immer wieder auftauchen. Aber was bedeuten sie eigentlich und warum sind sie so wichtig? Wir möchten Ihnen die Begriffe einmal erläutern.

Die Vorspannung entsteht durch ein Gummiband, welches sich im Schuh von der Ferse bis zur Spitze zieht. Je mehr Vorspannung vorhanden ist, desto weniger Fläche wird zum Klettern benötigt.

Der Downturn ist die Biegung vorne an den Zehen. Je weiter die Biegung nach unten geht, desto größer ist der Downturn. So können Sie sich gerade bei kleinen Kanten mit den Füßen gut festhalten.

Beide Begriffe sind wichtig für die unterschiedlichen Kletterarten. Möchten Sie möglichst viel Sohlenfläche haben, dann sollte der Schuh keinen hohen Vorspann aufweisen. Ebenso ist der Downturn eher niedrig.

Kann man Kletterschuhe reparieren lassen?

Bedingt ist eine Reparatur bei den Kletterschuhen möglich. Viele Modelle lassen sich häufig zwei- oder auch dreimal neu besohlen. Ob diese Option bei Ihren Schuhen besteht, können Sie bei dem jeweiligen Hersteller erfahren.

Ist jedoch der Verschluss oder auch das Material beschädigt wird es schwer. Bei einem gerissenen Schnürsenkel können diese einfach ausgetauscht werden. Bei einem Kletterschuh mit einem Klettverschluss geht das nicht.

Ähnlich ist es bei Materialbeschädigungen. Ist ein Loch oder auch ein Riss vorhanden lässt sich das meistens nicht mehr reparieren. Hier müssen Sie sich dann auf die Suche nach einem neuen Paar Kletterschuhe machen.

Kletterurlaub – Kletterdestinationen in Europa

Paar sitzt vorm Colorado River

Der Winter ist vorbei und damit auch das Klettern in der Halle. Echte Berge und Felsen sind nun das Ziel vieler Sportler. Das theoretische Wissen aus der Halle kann nun endlich im Freien umgesetzt werden.

Ein Urlaub mit dem Hobby verbinden ist dabei die beste Möglichkeit nicht nur zu entspannen, sondern auch etwas zu erleben. Die Planung ist dabei sehr wichtig. Nicht nur die richtige Ausrüstung, sondern auch das Land und der Berg spielt eine wichtige Rolle.

Damit Sie auf alles bestens vorbereitet sind, möchten wir Ihnen die unterschiedlichen Ziele in Europa rund um das Klettern vorstellen: Orte bei denen es um das Felsklettern und Freiklettern geht.

Die beliebtesten europäischen Kletterregionen

In erster Linie kommt es auf die Kletterart an. Nicht jede Technik kann auch an jedem Berg durchgeführt werden. Die eine Region weist für den Alpinstil bessere Voraussetzungen auf, als andere.

Ebenso spielt die Jahreszeit eine wichtige Rolle. Mitten im Hochsommer in Spanien ist das Klettern nicht so angenehm. Hier sind nördlichere Ziele meistens die bessere und interessantere Wahl.

Grundlegend gibt es jedoch eine sehr klare Tendenz, welche Orte und vor allem welche Länder von den unterschiedlichen Menschen bevorzugt werden. Eine kleine Übersicht kann Ihnen dabei helfen, den richtigen Urlaubsort zu wählen.

Die TOP 5 Kletterdestinationen in Europa

·         Spanien

·         Italien

·         Griechenland

·         Deutschland

·         Slowenien

Der Kletterurlaub in Spanien

Ein sehr beliebtes Reiseziel ist Spanien. Nicht nur Menschen, die gerne klettern möchten, kommen im Sommer hier her. Das Land ist besonders vielfältig und lockt somit viele unterschiedliche Leute ins Land.

Gebiete wie Sella, Siurana, El Chorro und auch Mallorca sind in der Kletterszene seit vielen Jahren sehr bekannt. Dabei bietet jede Region etwas anderes und somit auch immer wieder neue Herausforderungen.

Mallorca gilt dabei jedoch als echter Insider Tipp für mittelschwere bis schwere Routen. Noch unentdeckte Felsen und Berge bieten hier immer wieder andere Möglichkeiten, sodass Sie hier unzählige Möglichkeiten haben.

Aber auch das Festland sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Kalksteinfelsen sind ideal, wenn Sie noch nicht so erfahren sind. Einfache Routen helfen Ihnen dabei, Ihr Können nach und nach zu steigern.

Die Gegend um Siurana bietet besonders viele Routen. Hier ist jedoch eine gewisse Erfahrung gefragt. Technisch sind bei dieser Strecke einige Anforderungen vorhanden, die Sie zu keinem Zeitpunkt unterschätzen sollten.

Spanien bietet also nicht nur ein besonders großes Angebot an unterschiedlichen Routen, sondern auch unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen an. Egal ob Anfänger oder Profi – hier bekommen Sie, das was Sie suchen.

Italien ist eine Reise Wert

Sizilien und auch Finale Ligure sind zwei Regionen, die jeder Kletterer einmal gesehen haben sollte. Auch hier gibt es für jede Kletterart und jedes Können genau die richtige Wand, die bezwungen werden möchte.

Allein Sizilien weist um die 1.000 unterschiedlichen Routen auf. Nicht nur der Schwierigkeitsgrad, sondern auch die unterschiedlichen Fels- und Gesteinsarten sind hier eine besondere Herausforderung.

Klettern Sie an den unterschiedlichen Klippen entlang am Meer. Über Ihnen der Himmel und unter Ihnen das Wasser. Dieses besondere Feeling bekommen Sie kaum in anderen Ländern oder Regionen.

Aber auch für nicht Wasserratten gibt es Möglichkeiten, im Inneren der Insel einen Gipfel zu erklimmen. Ebenso ist es in Finale Ligure. Hierbei handelt es sich um ein komplettes Klettergebirge, was für alle geeignet ist.

Das Besondere ist die Kombination aus Bergen und Tälern. Hier können Sie Pausen einlegen und die wunderschöne Landschaft entspannt genießen. Insgesamt können Sie hier aus über 3000 Routen wählen.

Das Kletterparadies Griechenland

Kalymnos gehört zu den neueren Regionen im Bereich des Klettersports. Erst vor gut 20 Jahren kamen die ersten Sportler auf diese Insel. Das hat jedoch der Qualität und der Abwechslung keinen Abbruch getan.

Mittlerweile ist diese Region weltweit bekannt und bietet den Menschen auf über 3.400 Routen eine Menge Abwechslung und Vielfalt. Möchten Sie unterschiedliche Routen auf Kalksandstein hinter sich bringen, dann sind Sie hier genau richtig.

Ein weiterer Magnet in Griechenland ist Kyparissi. Es ist sehr abgelegen. Mit dem Auto brauchen Sie von Athen ca. fünf Stunden, bevor Sie diese Gipfel und Berge erklimmen können. Die Anreise lohnt sich jedoch.

Sie haben hier zwar nur eine kleine Auswahl von 200 Routen, das ist jedoch für einen zweiwöchigen Urlaub vollkommen ausreichend. Gerade fortgeschrittene Kletterer kommen hier auf ihre Kosten.

Kletterurlaub in Deutschland

Auch Deutschland hat einiges zu bieten, wenn es um den Klettersport geht. Sie müssen also nicht immer weit fahren oder fliegen, bevor Sie Ihrem Hobby an unbekannten Wänden und Bergen nachgehen können.

Die Pfalz, die Eifel oder auch Frankenjura sind bei dem Klettersportler nicht nur sehr bekannt, sondern zu dem auch beliebt. Gerade Frankenjura ist ganz vorne mit dabei. Auch hier ist reichlich Abwechslung geboten.

Leichte Routen für Anfänger finden Sie hier genauso wie harte Routen für Menschen, die gerne die Herausforderung suchen. Insgesamt finden Sie alleine in diesem Gebiet über 7000 unterschiedliche Routen.

Gerade dieses Gebiet gilt als wahrer Klettertraum. Nicht nur die unterschiedlichen Routen, sondern auch die Gegend, die Schwierigkeitsstufen und vor allem die Natur sprechen hier für den Erfolg.

Slowenien ist einen Kletterurlaub wert

Die Routen in diesem Land liegen sehr nah beieinander. Die größte Entfernung beträgt vier Kilometer. Ein Urlaub in Slowenien könnte also auch über mehrere Wochen und unterschiedliche Gebiete gehen.

Insgesamt stehen Ihnen hier 600 Routen zur Verfügung, die sich über große Kalksteinfelsen erstrecken. Die Nähe zu Kroatien und Italien machen das Gebiet zusätzlich interessant. Sie können so Ihren Urlaub noch weiter ausdehnen.

Hier finden Sie jedoch nicht in jedem Gebiet die richtigen Bedingungen. Anfänger sollten sich mehr auf die Regionen Osp und Crni beschränken. Alle anderen Bergen werden eher für erfahrene Kletterer empfohlen.

Gefahren beim Klettern

Typ klettert auf einen Felsen

Ein Sport, den bereits viele Kinder intuitiv betreiben ist das Klettern. Es ist uns in die Wiege gelegt worden. Kaum ein Mensch hat in seinem Leben noch niemals einen Baum oder einen kleinen Hügel bestiegen.

Auch hier lauern bereits kleine Gefahren. Diese sind jedoch im Vergleich zu der Sportart Klettern mit all seinen Facetten verschwindend gering. Es handelt sich hier um einen Risikosport, der nicht unterschätzt werden sollte.

Wie gefährlich ist Klettern?

Grundsätzlich gibt es Gefahren, die bei allen Seiten des Sports ein Risiko bilden. Hier kommt es natürlich auch die Art des Kletterns an. Je extremer, desto höher ist auch die Unfallgefahr.

Nicht jede der Gefahren ist unmittelbar zu erkennen oder führt sofort zu offensichtlichen Verletzungen. Es kann auch andere Arten der Gefahr geben. Sie sollten also ein wenig weiter Denken, wenn es um das Thema Klettern geht.

Es gibt Unterschiede zwischen einer Belastung oder auch einer richtigen Verletzung. Und diese haben auch verschiedene Ursachen. Bei dem Sport kommt es nicht nur auf die körperliche, sondern auch die geistliche Fitness an.

Allen voran steht die Konzentration. Wenn Sie sich mental nicht fit fühlen, dann sollten Sie die Klettertour lieber auf einen anderen Tag verschieben. Mangelnde Konzentration führt sehr häufig zu Unfällen.

Auch die Angst und Überschätzung kann Ihnen sehr schnell zum Verhängnis werden. Panikattacken können sich häufen und das führt unweigerlich dazu, dass Ihr Körper aufgibt. Ein Sturz oder eine Verletzung sind vorprogrammiert.

Ebenso ist es bei der eigenen Überschätzung. Die Menschen neigen dazu immer mehr zu wollen, als Ihr Körper leisten kann. Gehen Sie also vorsichtig an Ihre Grenzen und steigern Sie das Kletterniveau Schritt für Schritt.

Diese Fehler beim Klettern können Sie mit einer bewussten Herangehensweise bereits im Vorfeld eliminieren. Beim Klettern Verletzungen vorzubeugen ist ein wichtiger Schritt für einen guten Kletterer.

Die häufigsten Verletzungen beim Klettern

Wie bei jedem Sport, gibt es auch beim Klettern typische Verletzungen, die immer wieder bei den unterschiedlichsten Menschen auftauchen. Hiermit müssen Sie als Sportler also unweigerlich rechnen.

Typ klettert neben dem Wald einen Fels hinauf

Die Schulter

Zu den Gefahren beim Klettern zählt in erster Linie die Schulter. Es ist ratsam beim Klettern an einer Wand oder dem Berg immer mal wieder eine Ruhepause einzulegen. Viele Menschen raten dann dazu die Schultern auszuschütteln.

Und genau in dieser Phase ist die Belastung auf die Schulter am höchsten. Wenn Sie ruhen, dann wird der Radius der Bewegung der Schulter maximal ausgenutzt. Ihr gesamtes Gewicht hängt nun an der Schulter und dem Arm.

Die Muskulatur entspannt sich durch das ausschütteln, jedoch leiert die Schulter bei diesem Vorgang immer mehr und mehr aus. Ist die Verletzung erst einmal aufgetreten, dann lässt sich das nicht mehr wieder beheben.

Die einzige Chance, die Sie dann noch haben, ist eine Art Stütze. Die umliegende Muskulatur wird so trainiert, dass die Muskeln das Gelenk in der Schulter unterstützen. Jedoch bekommen Sie nicht mehr den Urzustand zurück.

Vermeiden lässt sich das, wenn Sie darauf achten, in den Ruhepausen die Schulter nicht zu sehr hängenzulassen. Versuchen Sie Ihr Schulterblätter zusammenzuziehen und achten Sie darauf, dass die Schulter nicht bis zu Ihrem Ohr kommt.

Achten Sie außerdem auf ein Ausgleichstraining der Schulter und Arme. So können Sie hier wichtige Muskeln aufbauen, die die Schulter zusätzlichen schützen.

Die Überbelastung

Durch den extremen Sport werden viele Dinge im Körper überbelastet. Dazu zählt nicht nur die Schulter. Häufig betroffen sind davon die Sehnen und Gelenke an den Fingern, Armen und Schultern.

Sollten Sie Beschwerden an den Sehnen haben, dann müssen Sie umgehend reagieren. Eine Entzündung lässt sich nur sehr schwer therapieren und ist in der Regel sehr langwierig. Im Vorfeld lässt sich das sehr gut abwenden.

Sorgen Sie dafür, dass die Belastungen nicht zu einseitig und zu extrem sind. Das bedeutet, Sie brauchen einen Ausgleich, der die Sehnen in einer anderen Art belastet als das Klettern. Wichtig ist aber auch das Aufwärmen.

Wenn Sie diesen Vorgang vernachlässigen oder gar nicht durchführen, dann kommt es sehr schnell dazu, dass die Sehnen sich entzünden. Bereiten Sie Ihren Körper mit dem richtigen Aufwärmen auf das Klettern vor.

Zu den Gefahren beim Klettern zählen auch die Schmerzen in den Ellenbogen. Diese haben die gleiche Ursache wie die Sehnen. Die Gelenke schmerzen, weil Sie häufig nur in einer Richtung belastet werden.

Sorgen Sie dafür, dass genug Abwechslung in die Bewegungen kommen: Das erreichen Sie mit einem Ausgleichssport. Wichtig ist es, den Körper in unterschiedliche Bahnen zu lenken. Nur so werden Sie gesund und fit bleiben.

Die Verletzungen

Verletzungen durch das Klettern kann viele Ursachen haben. Je nachdem für welche Kletterart und für welche Umgebung Sie sich entschieden haben, können diese natürlich sehr unterschiedlich ausfallen.

Die häufigsten Verletzungen entstehen dabei durch einen Sturz. Entscheidend für die Schwere der Verletzung ist hierbei natürlich die Umgebung. In einer Felswand wird der Sturz schlimmer sein, als in einer Kletterhalle, die nur eine bedingte Höhe aufweist.

Wichtig um einen Sturz zu vermeiden ist auch die Ausrüstung. Sie müssen also nicht nur körperlich und geistig fit sein, sondern auch eine sehr gute Ausrüstung haben.

Achten Sie darauf, dass das Material keine Abnutzungen aufweist und verwenden Sie niemals Kletterutensilien, die Sie gebraucht gekauft haben. Die Überprüfung der einzelnen Dinge sollte vor jedem Klettern durchgeführt werden.

Eine weitere typische Verletzung ist das Ringband im Finger. Hier kommt es zu einer Überbelastung oder auch zu einem Riss. Ein Ausgleichssport kann gerade in den Finger nur wenig bewirken.

Dieses Ringband ist jedoch sehr wichtig für das Klettern. Eine Verletzung sollte hier also nicht unterschätzt werden. Sobald Sie eine Verletzung vermuten, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Die Behandlung der Finger kann sonst sehr langwierig werden. Außerdem haben Sie bei der Ausheilung nur einen mäßigen Erfolg.

Ausgleichstraining zum Klettern

Durch die einseitige und sehr starke Belastung bestimmter Körperteile, ist ein Ausgleichssport zum Klettern nicht nur sinnvoll, sondern für die langfristige Gesundheit ein absolutes Muss.

Es gibt hier unterschiedliche Arten, die auch von zu Hause aus durchgeführt werden können. Einige Übungen lassen sich perfekt in den Alltag einbauen. Sie brauchen also nicht viel Zeit für den Ausgleich zu investieren.

Mit einem kleinen Thera Band lassen sich die Finger zum Beispiel sehr gut trainieren. Sie können hier die Finger strecken und beugen und dass unter einer anderen Belastung als es beim Klettern der Fall ist.

Die Sehnen und Bänder werden also auf eine andere Weise belastet und damit beugen Sie der einseitigen Belastung vor. Das Verletzungsrisiko wird an dieser Stelle also erheblich gemindert.

Auch für den Unterarm kann das Band genutzt werden. Ebenso für die Schultern. Es gibt hier verschiedene Übungen, die den Bewegungen beim Klettern effektiv entgegenwirken und so die Muskulatur trainieren.

Es gibt aber auch Möglichkeiten, ohne so ein Band einen gewissen Ausgleich zu finden. Gerade in der Damenwelt ist Yoga sehr beliebt und das ist perfekt um die richtige Balance zu finden.

Es ist jedoch wichtig, dass die Yogaübungen genau ausgeführt werden. Nur so kann ein Ausgleich stattfinden. Für den Anfang sollten Sie sich also einem Yoga Kurs oder einen Yoga Lehrer anschließen.

Es gibt aber auch jede Menge Übungen, die Sie durchführen können ohne jegliche Hilfsmittel. Übungen, die am Boden oder auch im Stehen durchgeführt werden. Hierzu finden Sie im Internet zahlreiche Anregungen.

Ebenso kann Laufen, Radfahren oder auch Schwimmen sehr effektiv sein. Auch CrossFit oder Zumba wären Sportarten, die als Ausgleich dienen. Wichtig ist nur, dass Sie etwas finden, was andere Belastungen aufweist.

Bei dem Ausgleichstraining geht es darum, die Muskeln, die Sie für das Klettern benutzen, anders zu beanspruchen. Sollte die Belastung ähnlich wie beim Klettern sein, dann wirkt das nicht unbedingt positiv auf Ihre Gesundheit.

Warum sind die Gefahren beim Bouldern ebenso hoch

Bouldern ist eine Kletterart, die ohne jegliche Sicherungen stattfindet. Die Sportler bewegen sich hier an Felswänden, Felsblöcken oder auch an der Kletterwand ohne Kletterseil oder einen Gurt.

Die Kletterhöhe ist hier nicht so hoch gesetzt wie bei dem herkömmlichen Klettern. Es sollte immer nur so hoch sein, dass der Sportler bequem abspringen kann ohne ein zu hohes Verletzungsrisiko.

Dennoch sind die Gefahren beim Klettern hier auch sehr hoch. Diese bewegen sich jedoch hauptsächlich auf den unteren Bereich des Körpers. Die meisten Verletzungen sind also an den Beinen zu verzeichnen.

Das Risiko eine Verletzung liegt darin unkontrolliert abzuspringen und dann nicht richtig auf dem Boden aufzukommen. Häufig kommt es hier zu Bänderrissen oder auch Dehnungen, da das Fußgelenk umknickt.

Aber auch die Überbelastung ist hier natürlich ein großes Thema. Es werden beim Bouldern die gleichen Muskeln und Sehen beansprucht, wie das auch bei dem herkömmlichen Kletterarten der Fall ist.

Also auch bei dieser Art ist das wichtigste der Ausgleich. Ein Training, welches der Belastung beim Klettern entgegenwirkt, ist die effektivste Vorbeugung gegen Verletzungen und Abnutzung. 

Klettertechnik – mit der richtigen Technik die höchsten Gipfel erklimmen

Klettern wird als sportliches Hobby immer beliebter. Kletterhallen mit Indoor- und Outdoor-Parcours entstanden in den letzten Jahren in immer mehr Städten. Auch Anfänger zieht es immer öfter an die Kletterwände. Die richtige Technik ist dabei wesentlich entscheidender als pure Kraft.

Man in blue tank top climbing on brown rocky mountain

10 Tipps für die beste Klettertechnik

Gerade als Neueinsteiger in das Klettern sollten einige Dinge beachtet werden. Sicherlich sieht es bei den Profis oft sehr leicht aus, wenn diese die unterschiedlichsten Kletterwände erklimmen. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg. Die nachfolgenden Tipps helfen Ihnen, Ihre eigene Klettertechnik aufzubauen und stetigzuverbessern.

Tipp 1: Die richtige Vorbereitung

Bevor es an die Kletterwand geht, sollten Sie sich entsprechend vorbereiten. Neben der richtigen Ausrüstung – die man in allen Kletterhallen auch ausleihen kann – zählt zu einer guten Vorbereitung auch das Aufwärmen und Dehnen.

So wird der Körper auf die bevorstehende Anstrengung vorbereitet, die Durchblutung der Muskeln gefördert und die nötige Flexibilität der Sehnen, Bänder und Gelenke hergestellt. Das macht Ihnen nicht nur das anschließende Klettern einfacher, es hilft auch Verletzungen vorzubeugen.

Tipp 2: Vorausschauendes Klettern

Gute Kletterer können die bestmögliche Route an der Kletterwand lesen. Als Anfänger mag das etwas schwierig erscheinen, mit der Zeit und etwas Erfahrung werden Sie aber schnell erkennen, welche Route sich an einer Kletterwand am besten eignet.

Mit der richtigen Antizipation der besten Route können Sie Ihren Kletterweg möglichst optimal abschätzen und so nicht nur Kraft sparen, sondern auch Ihre Klettertechnikverbessern. Eine gute Möglichkeit dafür ist, am Ende jeder Kletterroute den gegangenen Weg noch einmal zu rekapitulieren und mögliche Verbesserungen zu finden.

Tipp 3: Dosierung der Kraft

Gerade beim Greifen an die Griffe der Kletterwand, sowie beim Hochziehen verwenden die meisten Anfänger viel zu viel Kraft. Hier kommt es auf die richtigeDosierung an. Das schontdieMuskeln und fördert die Ausdauer. So können Sie am Ende länger an der Wand bleiben und höher klettern.

Der Schlüssel dazu liegt in der Entspannung von Schulter und Rücken beim Klettern. Hier machen besonders Beginner die meisten Fehler. Bleiben Sie dagegen entspannt, können Sie auch in Ruhe über die nächsten Schritte an der Kletterwand nachdenken und so die optimale Route zum Weiterklettern finden.

Tipp 4: Die eigene Körperposition

Um so wenig wie möglich Kraft aufwenden zu müssen, sollten Sie den Schwerpunkt des eigenen Körpers so nah wie möglich an der Wand halten. Das schont nicht nur die Muskelkraft, sondern verbessert gleichzeitig die Balance und Koordination.

Ein Zurücklehnen von der Wand kann dann sinnvoll sein, wenn Sie die nächsten Schritte Ihrer Kletterroute planen wollen. Das sollten Sie immer dann tun, wenn Sie einen festen Stand und Griff haben.

Tipp 5: Statisches Klettern

StatischeBewegungen beim Klettern schonen Kraft und Ausdauer und verbessern gleichzeitig das Balance-Gefühl an der Kletterwand. Die beste Kontrolle haben Sie, wenn Sie den Körper nur durch Aktivierung der entsprechenden Muskeln hoch- bzw. seitwärts schieben, während beide Hände und Füße sicher an der Wand stehen.

Das Gewichtzuverlagern, während Sie eines der Gliedmaßen bewegen ist nicht nur anstrengender, es kann Sie auch schnell aus der Balance bringen. Daher bewegen Sie den eigenen Körper immer erst, wenn Ihre Füße und Hände optimal platziert sind.

Tipp 6: Dynamisches Klettern

Auch die dynamischeKlettertechnik kann in vielen Situationen nützlich sein. Sie sollte immer dann angewendet werden, wenn der nächste Fixpunkt mit der statischen Klettertechnik nicht erreicht werden kann.

Die Bewegung wird dabei flüssig und zügig ausgeführt, um nicht unnötige Kraft aufzuwenden. Üben lässt sich dies am besten mit Griffen in entsprechender Nähe. Sie werden merken, wie Sie sich nach und nach verbessern, um auch weiter entfernte Griff- und Trittpunkte zu erreichen. Eine trainierte Oberkörpermuskulatur sowie starke Arme und Schultern sind Grundvoraussetzung für das dynamische Klettern.

Tipp 7: Ruhepunkte nutzen

Beim Klettern kommt es nicht immer auf Geschwindigkeit an. Wer sich an der Kletterwand auch zwischendurch eine kurzeAuszeit gönnt, wird mit der Zeit auch seine Klettertechnik verbessern können.

So können kurze Pausen genutzt werde, um die letzten Kletterschrittezuanalysieren und die nächstenzuplanen. Außerdem kann kurz Kraftgetankt werden für die nächsten Kletterabschnitte. Am besten entscheiden Sie schon vor Beginn des Kletterns, wo Sie kleine Pausen an der Wand einbauen können.

Tipp 8: Das richtige Fallen

Wer hoch klettert, fällt früher oder später auch mal hinunter. Das ist nicht weiter schlimm. Jeder gute Kletterer ist in seinem Leben schon öfter gefallen. Wichtig ist dabei, es mit der richtigen Technik zu tun.

Nur wer fällt, weiß wo seine Grenzen liegen – und kann diese dann auch überwinden. Dabei ist es wichtig, jederzeit die Kontrolle über den eigenen Körper zu behalten – auch beim Fallen. Am besten lässt sich das Trainieren, indem Sie sich an einer sicherenundnichthohenStelle absichtlich fallen lassen. So lässt sich auch die unterschwellige Angst vor dem Fallen reduzieren, das Gehirn weiß dann: „So schlimm war es ja gar nicht.“

Um Verletzungen beim Fallen zu vermeiden, beachten Sie die folgenden Punkte:

Achten Sie immer darauf, dass Ihr potenzieller Sturzraum, also der Raum unter Ihnen, frei von anderen Personen und Gegenständen ist.

Halten Sie das Sicherungsseil immer frei von Geräten und Körperteilen.

Um den Sturz kontrollieren zu können, stoßen Sie sich im Moment des Fallens mit den Füßen von der Wand ab.

Halten Sie die Füße immer in Richtung Wand, um sich im Schwingen an der Wand abfangen zu können.

Man in green shirt climbing on rocky mountain

Fazit zur Klettertechnik

Klettern erfreut sich aufgrund seiner Vielseitigkeit immer größerer Beliebtheit. Es ist ein Sport, den man auch gut gemeinsam, bei Gruppen- oder Teamausflügen erleben kann. Die richtigeTechnik ist hierbei entscheidend, um sich selbst und sein Können an immer neue Grenzen zu bringen.

Das Erlernen der richtigen Klettertechnik dauert einige Zeit. Daher seien Sie nicht frustriert, wenn Sie nicht sofort die Kletterwände so erklimmen, wie es die Profis tun. Stecken Sie sich einfach immer neue Ziele und probierenSieverschiedeneDinge aus. So werden Sie mit der Zeit Ihre Klettertechnik immer weiter verbessern. Um die größten Fehler von Beginn an zu vermeiden, schauen Sie sich dieses Video an:

Klettern mit der Bouldern Technik – so einfach geht´s

Kletterhallen für die Freizeitbeschäftigung werden immer beliebter. Viele bevorzugen dabei die Bouldern Technik, um die künstlichen Felswände zu bezwingen. Doch was ist das genau? Worauf sollte man achten und wie kann Bouldern erlernt werden?

Was ist die Bouldern Technik?

Bereits als Kinder verspüren wir oft den natürlichen Drang an Dingen hochzuklettern. Das Klettergerüst auf dem Lieblingsspielplatz aus der Kindheit ist wohl auch heute noch vielen ein Begriff.

Natürlich wenden wir als Kinder noch keine bestimmte Technik an, sondern folgen unserem natürlichen Bewegungsdrang. In den modernen Kletterhallen sind heutzutage alle Altersklassen anzutreffen. Ganz gleich, ob Kinder, Erwachsene oder Senioren – beim Klettern zählt der Spaß an der Bewegung auf dem Weg zum Gipfel.

Dabei kann der eigene Körper ganz neu kennengelernt werden, die Balance und Koordination wird trainiert und natürlich auch die Ganzkörperkraft. Je nach eigener Erfahrung stehen in den Kletterhallen dazu verschiedene Kletterwände mit unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden bereit.

Das Bouldern stellt eine spezielle Form des Kletterns dar. Vom englischen „boulder“ = „Felsblock“ abgeleitet, wird dabei ohne Gurt und Seil in Absprunghöhe geklettert. Meist besteht der klassische Boulder nur aus 4 bis 8 Kletterzügen. Dennoch wird dadurch erreicht, dass der Kletterer an seine Leistungsgrenze gebracht wird.

Für viele Kletterer, die nach der Bouldern Technik den Sport betreiben, liegt genau in dieser Erfahrung der eigenen Leistungsgrenze und dem Verbessern dieser der besondere Reiz an der Sportart.

Gleichzeitig ist Bouldern aber auch für Einsteiger gut geeignet. Da im Gegensatz zum herkömmlichen Klettern keine komplizierten Sicherungstechniken erlernt werden müssen, eignet sich die Bouldern Technik hervorragend für ein erstes Reinschnuppern in die Welt des Kletterns.

In geringer Höhe können dabei unterschiedliche Bewegungsabläufe beim Bouldern erprobt und so der Spaß am Klettern spielerisch gesteigert werden. Außerdem bietet das Bouldern folgende Vorteile:

  • Geringer Zeitaufwand
  • Wenig Equipment notwendig
  • Kein Kletterpartner notwendig
  • Kommunikative Atmosphäre
  • Geringes Risiko, da in geringer Höhe.

Durch das bodennahe Klettern beim Bouldern ist diese Technik auch als Gruppen- oder Firmenevent hervorragend geeignet. Besonders durch diese kommunikativen Gruppenerlebnisse gewinnt das Bouldern und damit auch der Klettersport auch in nicht alpinen Regionen immer mehr an Beliebtheit.

Was beim Bouldern beachtet werden sollte

Um ein möglichst positives Klettererlebnis zu erleben, sollten die folgenden 5 Tipps zu Herzen genommen werden.

Tipp: Die richtige Ausrüstung zum Bouldern

Klettern, insbesondere das Bouldern ist auch deshalb so beliebt, da es nur wenig Ausrüstung bedarf. Wichtig sind die richtigen Schuhe, damit der entsprechende Halt an der Kletterwand gegeben ist. Hier sind die wichtigsten Dinge, die du zum Bouldern benötigst:

Festes Schuhwerk

Am besten geeignet sind spezielle Kletterschuhe, für das erste Ausprobieren genügen auch feste Turnschuhe.

Chalk und Chalkbag

Für den perfekten Halt an den Griffen der Kletterwand werden die Hände mit Magnesiapulver (Chalk) getrocknet. Diese wird im Chalkbag verstaut. In jeder Kletterhalle kann dies auch ausgeliehen werden.

Griffbürste

Durch die häufige Benutzung der Griffe an der Kletterwand können diese verschmutzen und so ihren Halt verlieren. Mit einer Griffbürste kannst du diese während des Kletterns reinigen, um so mehr Halt zu bekommen.

Tipp: Bouldern ist Kopfarbeit

Sicherlich wird zum Bouldern auch Muskelkraft benötigt. Viel mehr jedoch verlangt das Bouldern den spezifischen Krafteinsatz an den richtigen Stellen und damit eine gute Koordinationsfähigkeit der Bewegungsabläufe.

Das wichtigste dabei ist: auch komplexe Bewegungsabläufe möglichst kraftsparend zu absolvieren. Zu viel Muskelmasse kann dabei als Zusatzgewicht sogar hinderlich sein. Nur wer von Anfang an die Bewegungsabläufe des Boulderns verinnerlicht, kann sich und seine Bouldern Technik stetig verbessern.

Tipp: Safety First!

Auch wenn das Bouldern in eher geringen Höhen stattfindet, die Sicherheitsvorkehrungen sollten immer eingehalten werden, um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden. Dazu gehören insbesondere:

Der Sturzraum unter dem Boulder muss immer freigehalten werden!

Beim Bouldern in höheren Positionen sollte immer eine zweite Person mit ausgestreckten Armen unter dem Boulderer stehen, um diesen bei einem Absturz in eine stabile Fallposition zu bringen!

Nicht aus hohen Höhen abspringen! Beim höheren Bouldern sollten immer erst einige Griffe nach unten abgeklettert werden, bevor auf die Matten abgesprungen wird.

Vor dem Absprung den Sturzraum beobachten! Es darf niemals vom Boulder abgesprungen, wenn sich Personen oder Hindernisse im Sturzraum befinden.

Tipp: Geduld ist die Mutter des Erfolgs

Wer eine Kletterhalle betritt, sieht oft, wie erfahrene Boulderer mit scheinbarer Leichtigkeit die dortigen Kletterwände erklimmen. Natürlich gelingt einem Einsteiger das nicht sofort. Auch erfahrene Boulderer haben einmal klein angefangen.

Selbst wenn es am Anfang schwierig erscheint, jeder, der mit dem Bouldern anfängt, sollte sich bewusst sein, dass noch kein perfekter Boulderer vom Himmel gefallen ist. Auch von kleineren Rückschlägen darf man sich daher nicht entmutigen lassen.

Durch Ausprobieren kann man beim Bouldern am besten lernen und sich damit stetig verbessern. So erlernt man stetig neue Techniken und Bewegungsabläufe, die einen dazu bringen auch immer komplexere Boulder nach und nach zu bezwingen.

Tipp: Bouldern im Freien ist noch einmal etwas ganz anderes

Wer schon einige Zeit in diversen Kletterhallen an unterschiedlichsten Bouldern verbracht hat, dem kommt oft die Sehnsucht danach, die erlernten Techniken auch an echten Felsen auszuprobieren.

Sicherlich ist dagegen nichts einzuwenden. Schließlich ist das Bouldern in der Natur an echten Felsen ein atemberaubendes Erlebnis und kann selbst mit der besten Kletterhalle nicht verglichen werden.

Allerdings sollten hierbei einige Dinge unbedingt beachtet werden:

Ein Felsen ist keine Kletterwand!

Im Gegensatz zu Kletterhallen hat bei natürlichen Felsen niemand Griffe angebracht, die einen guten Boulder-Weg ermöglichen. Es muss also immer selbst ein Weg gefunden werden, wo man sich am besten abstützen und greifen kann.

In der Natur herrschen keine Sicherheitsvorkehrungen!

Jeder Kletterhallen-Betreiber ist auf die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen bedacht, um mögliche Risiken auszuschließen. In der Natur ist das nicht so. Jeder, der im Freien bouldert, muss also selbst auf seine Sicherheit achten.

Der Absprungraum ist nicht mit Matten ausgelegt!

Unter einer Kletterwand liegen spezielle Matten, die einen Absprung abfedern. Wer im Freien bouldert, kann sich mit sogenannten Crashpads behelfen. Dies sind tragbare Matten, die unter den Boulder gelegt werden können.

Niemals allein im Freien bouldern!

Das Risiko für Verletzungen beim Bouldern am Fels ist wesentlich höher als in einer Halle. Daher empfiehlt es sich, immer mindestens zu zweit auf eine Boulder-Tour ins Gelände aufzubrechen. So kann man sich gegenseitig helfen und im Notfall kann einer Hilfe holen.

Außerdem sollten beim Bouldern im Freien auch die allgemeinen Benimmregeln beachtet werden. Das bedeutet keinen Müll zurückzulassen, offenes Feuer zu vermeiden und die Natur und die Lebewesen zu respektieren.